Presse

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Klangmeisters Ohrenschmaus

Das Trio Lézard beim Lunchkonzert

 

Leicht war die Muse nicht. Leicht bekömmlich hingegen schon. Im Gepäck hatte das Trio Lézard anspruchsvolle Werke aus der Renaissancezeit bis hin zur französischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Das Ensemble, das in Trio ­d'anches-Besetzung auftritt – Oboe, Klarinette, Fagott, inklusive einiger Neben- und Sonderinstrumente –, spannte den fast sechshundert jährigen Epochenbogen mit innerer Ruhe, virtuoser Fingergeläufigkeit, intonatorisch und klanglich ausgewogen. Das Motto des Lunchkonzerts im Sendesaal des Hessischen Rundfunks, »Les Maitres Sonneurs – Die Meister des Klangs«, war hier also keine leere Versprechung. (...)

Mozarts rasant durchschlängelte »Figaro«-Ouvertüre machte den Anfang. Das Bläser-Arrangement konnte ein volles Orchester naturgemäß nicht ersetzen, war für das Trio gerade deswegen eine Herausforderung – besonders im Fagott, das hier flexibel und scheinbar atemlos zwischen schnellern Legato-Ohrwurm, doppelzüngig repetierender Basslinie und begehrlicher Solokantilene hin und her wechseln musste, was Stefan Hoffmann, auch als schnellzüngiger Moderator und Konzertorganisator bekannt, bestens gelang. (...)

Als Klangfarbenmeister erwiesen sich die Bläser in Mozarts Divertimento B-Dur – leicht, variabel artikuliert auf historisch nachgebauten Klassikinstrumenten. Besonders klangschön: Jan Creutz mit edlem, glasigem Klarinettenton, der plausibel belegte, warum Mozart die Klarinetten seiner Zeit so liebte. (...)

So wurde aus dem Lunchkonzert im wahrsten Sinne des Wortes ein Ohrenschmaus.

Hamburger Abendblatt

Drahtseil ohne Netz

Spannende Unterhaltung im Konzertsaal

 

(...) dann kam das Trio Lézard am 10. Mai in den Königsmarcksaal und sorgte für einen Sprung von der Entwöhnung zur Sucht. (...)

(...) – die wahre Kunst also fängt für die Lézards offensichtlich erst da an, wo die Technik zum Drahtseil ohne Netz wird. (...)

Kaum weglassen wollte das hoch begeisterte Publikum die in der süd-westlichen Ecke Deutschlands beheimateten »Maitres Sonneurs« Stéphane Egeling, Jan Creutz und Stefan Hoffmann, die nach geschlagenen zwei Stunden hochvirtuosen Lippenspiels immer noch keine Fransen am Mund zu haben schienen und sich als wahre »Meister des Klangs« erwiesen. (...)

(...) Die neuen Formen der Musikpräsentation, die uns die »Herren des Klangs« an diesem Abend vorführten, werden wohl zukunftsweisende Qualität für spannende Unterhaltung im Konzertsaal haben!

Celler Zeitung

Das Trio Lézard: Brillant und unterhaltsam

Bläsermusik aus fünf Jahrhunderten begeistert im Celler Beckmannsaal

 

Der Oboist des Ensembles, Stéphane Egeling, erwies sich an diesem Abend nicht nur als ein begnadeter Instru­mentalist, sondern auch als erkundungsfreudiger und äu­ßerst geschickter Bearbeiter historischer Partituren. Wie es ihm gelungen ist, die vier Dufay-Chansons für Bläser zu arrangieren, also über Jahr­hunderte hinweg in ein neues, vollkommen adäquat wirken­des Klangkleid zu stecken, das war an sich schon den Besuch dieses Konzertes wert. Wie es seinem Ensemble dann auch noch gelungen ist, die ganze vielschichtige Metrik, die au­ßerordentlich originelle Har­monik dieser Stücke und die bis heute ausgesprochen un­gewohnt, ja modern wirkende Melodik Dufays zu musikali­schem Leben zu erwecken, das machte fast sprachlos.

(...) Und als Zugabe, besser konnte man sie nicht auswählen, einen Satz aus der ersten Orgeltriosonate von Johann Sebastian Bach im geschickt gesetzten, souverän musizierten Bläserarrange­ment sowie zweimal sechzehn Takte Mozart als kleiner einge­schobener Appetizer für ein weiteres zukünftiges Konzert. Und ein solches muss man sich unbedingt erhoffen, denn was die drei Musiker dieses Trios an Musikalität und Spielfreude vermittelt haben, das hört man nur ganz selten (...)

Alle drei zu­sammen bildeten ein bis ins kleinste Detail bestens aufei­nander abgestimmtes Team, in dem einfach alles stimmte. Der davon besonders profitie­rende Rossini war genauso ein Hochgenuss wie der Haydn. Da fragt man sich, warum dieses Ensemble nicht ständig von einem zum anderen Festival reist. Aber vielleicht würde dann die ansteckende Musizierlust der »Lézards« in Routine überge­hen (...)

Neue Württembergische Zeitung

Sternstunde der Kammermusik

Das faszinierende Trio Lézard mit Jan Creutz (Klarinette), Stephane Egeling (Oboe) und Stefan Hoffmann (Fagott) gastierte im königlichen Festsaal des Kurhauses Bad Boll

 

Einen Abend lang schlugen diese Elitebläser durch einen großen Gestaltungswillen und eine beeindruckende Palette von spieltechnischen Möglichkeiten ihr Publikum in Bann. Dazu konnten sie das Klangspektrum in verschiedene Dimensionen erweitern ­ – bis Englischhorn/Bassoboe, Kontrafagott und Bassklarinette, sodass wahrhaft »unerhörte« Musik zu hören war! Schon allein dafür hätte sich der Besuch gelohnt, aber es sollte noch besser kommen.

Eine Bearbeitung der 1. Orgeltriosonate in Es-Dur BWV 525 von J. S. Bach eröffnete das Konzert: Dynamisch bis ins Feinste differenziert, schwebten die drei Sätze in großen Schwüngen, atmete der langsame Satz in zartem Pianissimo – heitere, ja witzige, leichte Musik, die die raffiniert konstruierte Kompositionstechnik vergessen ließ. Witz auf höchstem Niveau servierte Stefan Hoffmann dann mit seinem Kontrafagott; in einem Vorgriff auf den Karneval brachte er »Die Bassnachtigall« (1929) von Erwin Schulhoff zu Gehör: Klagen, Gackern, Meckern – musikalische Verwandlungskunst in Vollendung, wobei auch das Klappern der Mechanik seinen skurrilen Reiz hatte. Diese Klänge der »Bassnachtigall« fuhren einem wohlig in Bauch und Rücken! Und wer auf so hohem Niveau musiziert, kann dann aus einer so braven Komposition wie dem Divertimento Nr. 2 B-Dur von Leopold Mozart den Pfeffer heraushören und ihn mit aller denkbaren musikalischen Delikatesse präsentieren. Pikanterweise folgte darauf ebenfalls ein B-Dur – Divertimento seines Sohnes Wolfgang Amadeus – mit dieser großen Kunst auf minimalem Raum zeigte er seinem Vater die Grenzen: das Trio Lezard verband hier Perfektion mit einfallsreicher Verspieltheit, sodass sich das Trio von J. S. Bach zu Beginn des Abends und diese Perle der Wiener Klassik auf einem höheren Niveau berührten. So verwunderte es nicht, dass es den Künstlern gelang, mit der Suite Nr. 1 in F aus »the flatt consort« der frühbarocken Komponisten Matthew Locke aus ganz alter Musik Neues, Tänzerisches herauszuspüren und im satten Klang tiefer Instrumente erstrahlen zu lassen. Im Kontrast dagegen erblühte im »Trio« von George Auric, luftige pointenreiche Musik voller französischem Esprit, strahlende Gesichter im Publikum signalisierten: Ein großer Konzertabend fand seinen im wahrsten Sinn des Wortes fröhlichen Abschluss. Blankes Entzücken dann aber noch über die beiden exzessiv musizierten Tango-­Zugaben.

Fuldaer Zeitung

Blühende Linien in herrlicher Einheit

Das Trio Lézard überzeugte in Schloss Fasanerie

 

Als erfolgreich und innovativ war das Ensemble angekündigt worden ­ebenso trat es auch auf: Das Trio Lézard überzeugte bei seinem Konzert im Großen Saal von Schloss Fasanerie in jeder Hinsicht.

Die Musiker fühlten sich auf allen Holzblasinstrumenten zu Hause: Ob Oboen, Englischhorn, Klarinetten, Fagotte oder Dudelsäcke – der stete Wechsel trug zum kurzweiligen Vergnügen ebenso bei wie die Programmauswahl. Die Bearbeitungen waren so geschickt, dass man auch bei symphonischen Werken das Gefühl harmonischer Vollständigkeit hatte. Das wurde vor allem bei Gioachino Rossinis Ouvertüre zu  »Der Barbier von Sevilla« deutlich. Die Musiker ließen hier ihrem Klangempfinden freien Lauf. Oboe, Klarinette und Fagott verschmolzen zu einer herrlichen Einheit aus fein austarierter Artikulation, Dynamik und Klanggestaltung. Die Linien blühten prall auf, der Klang war wunderschön geführt. (...) Das Konzert war auch bestimmt von den amüsant-unterhaltsamen Moderationen der Musici. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Schlussapplaus – und wurde mit zwei Zugaben belohnt.

Hessische Allgemeine

Mach die Eidechse!

Trio Lézard im Ballhaus

 

(...) Dass Klassik und Unterhaltung kein Gegensatz sein müssen, war ihre perfekt zur Veranstaltungsreihe passende Botschaft bei den Wilhelmshöher Schlosskonzerten des Hessischen Rundfunks.

Die ausgezeichnete Ensemble-Kultur (mit einem tollen, dem hellen französischen Klang verpflichteten Oboisten), die launige Moderation und die bunte Musikfolge von Bach bis zur Uraufführung eines sehr gallischen Stücks von Jean Louis Petit sorgten am Samstag für viel Pläsier unter den knapp hundert Gästen im Ballhaus. (...)

Durch den Einbezug neuer Klangfarben haben die Lezards die Tradition des legendären Trio d'anches de Paris weiterentwickelt. Ein Divertimento von Mozart etwa bliesen sie auf historischen Instrumenten, was nicht zuletzt den Dissonanzen die richtige Würze gab. (...)

Und vom Fagottisten waren auch mal die Instrumente UilIeann Pipe und Bechonnet zu hören: ein irischer und französischer Dudelsack. Bevor die famosen Bläser die Fliege machen durften, servierten sie noch zwei Tangos, zuletzt mit tiefem Kontrafagott den Schlager  »Die Capri-Fischer«.

Die Rheinpfalz

Flink, Präzise, Geschmeidig

Das »Trio Lézard« aus Saarbrücken präsentiert im Saalbau Werke für die seltene Besetzung Oboe, Klarinette und Fagott

 

Sie nehmen ein Blatt vor den Mund und sind dabei äußerst beredt. Sie formulieren mit spitzer Zunge, sogar doppelzüngig, und gewinnen gerade so die Sympathien des Publikums. Selbst wenn sie »volles Rohr« spielen, bleibt alles geschmackvoll, elegant und feinsinnig. Sie spielen präzise, rasch und unaufgeregt zusammen, geschmeidig und beweglich.(...)

Erwin Schulhoff hatte mit seinem Solostück für Kontrafagott,  »Die Bassnachtigall«, gleich an zweiter Stelle einen provokanten Streich gespielt. Ausgerechnet das ungelenke Kontrafagott? Nachtigallengleich? Echte »Kontra-Punkte«, wie auch das Motto des gesamten Abends, und eine gekonnte Provokation.

(...) Wolfgangs erstem Divertimento B-Dur Nummer 229 aus dem Köchelverzeichnisanhang: Stets folgte man leichtfüßig ebensolchem Ensemblespiel, neue Nuancen taten sich auf, neue Zusammenklänge, wie wenn man aus feinem Geflecht den Staub fortbläst und sich so die Schönheit der Konstruktion neu auftut.

(...) Georges Aurics »Trio« für Oboe, Klarinette und Fagott aus dem Jahr 1938 überzeugte (...)

(...) schon der Eröffnungssatz »Décide« geriet entschieden mit entschlossenem Beginn, pointierten Akzenten und einer profilierten Fagottstimme und erinnerte dabei an kunstfertige Rummelplatzmusik. In der »Romance« träumt eingangs die Oboe zu klarinetten Begleitfiguren. Doch sogar das Fagott gerät schließlich ins Schwärmen und schwelgt phrasenweise, bevor ein zart hingehauchter Schlussakkord dem Satz ein Ende bereitet. Das »Final« durchziehen ostinate Begleitfiguren, auf denen Themen tanzen, die gerade vom Fagott einen ausgeprägt springlebendigen Charakter erhalten. Nach einigen lyrischen Momenten geht’s rasant in die Schlussschussfahrt.

Badische Zeitung

Die Leichtigkeit des Musizierens

»Trio Lézard« in St. Michael

 

(...) Das Konzert in St. Michael gab einen kurzweiligen Einblick in die künstlerisch-interpretatorische Arbeit des Trios. Ne­ben der klangschönen Intonation, egal, in welcher Besetzung gespielt wurde, fessel­te die Leichtigkeit des Spiels, die hand­werkliche Konsequenz und die stilsicheren Ausdrucksformen.

Das Nebeneinander von J. S. Bach und Georges Auric (einem französischen Komponisten, der durch seine Filmmusik für Jean Cocteau bekannt wurde), von strenger klassischer Form und einem Tango gewann durch die Kontrastierung und wurde verständlich durch die Erklärun­gen. Virtuose Interpretationen auf hohem Niveau und zum Anfassen.

Pfälzischer Merkur

Mit Dudelsack durch die Wand

»Trio Lézard« in Zweibrücker Festhalle

 

Wo die Musik endet, und die Kunst des reinen Bühnenauftritts beginnt, lässt sich bei diesem Trio nicht festlegen. Vom Musikwissenschaftler über ein anspruchsvolles Publikum bis zum interessierten Laien konnte jeder profitieren. Wissensvermittlung und Unterhaltung auf hohem Niveau verschmolzen miteinander… Zum einen war das gesamte Konzertprogramm, Hofmusik aus London und traditionelle Musik aus Großbritannien, auf die Trio-Besetzung (im Kern Oboe, Klarinette, Fagott) passend adaptiert. Zum anderen führte das Konzertmotto »Very British« durch den Abend. Erzählt wurde die fiktive Geschichte eines einzigen Tages im Leben des achtjährigen Mozart. (...)

(...) Dies galt ebenso für Haydns Trio, wobei hier Stefan Hoffmann am Dudelsack beeindruckte. Als Soloinstrument wie als technisch interessanter Begleiter faszinierte dieses Instrument die Zuhörerschaft.(...)

Aufmerksamkeit und Konzentration des Publikums waren sicher.

Leipziger Volkszeitung

Kammermusik-Abend der besonderen Art

Bläser-Trio Lézard spielt sich in die Herzen der Eilenburger

 

Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe »Stunde der Musik« pflegt vor allem die Kammermusik. Mitorganisator Ernst Gottlebe fand, dass diesem Genre etwas Abwechslung gut tun würde. Seine Anregung aufgreifend, engagierte das Kulturamt der Stadtverwaltung Eilenburg deshalb ein Bläsertrio. Ein Glücksgriff, wie die Veranstaltung am Freitag zeigte. (...)

(…) Was dabei herauskam, war ein Kammermusikabend der besonderen Art. Von Werken des Franzosen Guillaume Dufay (1400–1474) über Mozart, Bach und Telemann und französische Meister wie Darius Milhaud bis zu musikalischen Späßen von Vertretern der klassischen Mo­derne spannte sich ein unter­haltsamer musikalischer Bogen über fast sechs Jahrhunderte.

Drei Musiker und sieben Instru­mente – das ergab einen Reich­tum an Klangfarben und musikalischen Modulationen, wie man sie sonst wohl nur von ei­ner Orgel oder einem differen­zierter besetzten Blasorchester zu hören bekommt. (...)

Die unkomplizierte sowie na­türliche Fröhlichkeit der drei Freunde und ihre unterhaltsa­men Moderationen gewannen im Nu die Herzen des Eilenbur­ger Publikums. (...)